Dienstag, 5. Januar 2016

Aus Wollresten werden neue Mützen

Hallihallo alle miteinander,

langsam wird es kalt - Der Winter lässt uns doch nicht im Stich. Einige Regionen haben an diesem Wochenende ja sogar schon Schnee abbekommen. Das Ruhrgebiet gehört zwar noch nicht dazu,aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Ich hatte mir letztes Jahr bereits eine Mütze gestrickt und habe dieses Jahr eine weitere zu Weihnachten verschenkt.

Die Mütze aus dem letzten Jahr sah so aus:


Und hier kommt das neue Modell: Von den Farben her sehen sich beide Mützen recht ähnlich.


Die Ähnlichkeit der Mützen kommt nicht von ungefähr. 


Ich habe für die beiden neuen Mützen ausschließlich Reste verstrickt. In den letzten Jahren habe ich  recht viele Mützen mit der MyBoshi-Wolle Nr. 1 gehäkelt. Mitlerweile finde ich zwar Stricken deutlich schöner und entspannter, aber das ist der Wolle ja egal.
Jedenfalls sollten all die vielen unterschiedlichen Wollfarben endlich einmal aufgebraucht werden. Ihr kennt da sicherlich: Man hebt jeden kleinen Wollrest auf, in der Hoffnung ihn irgendwann einmal verarbeiten zu können, aber eigentlich kauft man sich dann doch immer neue Wolle, weil die Wollreste für das nächste Projekt doch nicht ausreichen oder nicht dazu passen. Damit mein Berg an gehorteten Wollresten nicht ins Unermessliche wächst, musste also ein Projekt her, bei dem man viele unterschiedliche Wollreste verarbeiten kann.

Da habe ich mich doch glatt an die Mütze aus dem letzten Jahr erinnert. Mit den Wollresten werden die Streifen zwar nicht gleich breit, aber das kann ja auch ganz hübsch aussehen.

Ihr braucht:


  • Wollreste: Für Mützen eignet sich etwas dickere Wolle besonders gut. Ich habe MyBoshi Nr. 1 benutzt
  • eine zu den Wollresten passende Rundstricknadel
  • ein Maßband
  • eine Schere
  • und eine dicke Stopfnadel

Die Mütze stricke ich zunächst in Reihen und schließe sie dann anschließend mit einem Matratzenstich.

Dann kann's auch schon losgehen


Ich habe mit einer Rundstricknadel der Größe 7 gestrickt. Damit mir die Mütze später auch auf den Kopf passt, habe ich 56 Maschen angeschlagen. Je nach Wolldicke müsst ihr hier etwas variieren. Achtet nur darauf, dass ihr eine gerade Maschenanzahl aufnehmt.

Damit die Mütze auf bei Wind noch auf dem Kopf bleibt, stricke ich zunächst ein kleines Bündchen. Dazu stricke ich die ersten 6 Reihen jeweils eine Masche rechts und eine Masche links. Ich beginne jede Reihe mit einer rechten Masche.

Nach den ersten 6 Reihen stricke ich die Mütze glatt rechts weiter, bis sie etwa 21cm lang ist. Achtet darauf, dass ihr eine Farbe nur zu Beginn einer Reihe wechselt.

Sind die 21cm Länge erreicht, geht es auch schon an's Abnehmen. Dazu strickt ihr während der rechten Maschen jede zweite Masche zusammen. Die linken Maschen strickt ihr wie gewohnt ohne Abnahme weiter. Ihr habt drei Abnahmerunden.
Alle übrig bleibenden Maschen fädelt ihr auf die Stopfnadel und verschließt die Rückseite der Mütze mit dem unsichtbaren Matratzenstich.

Ein bisschen geübte Strickerinnen haben so eine Mütze an einem Abend (ca. 3 Std.) gestrickt. Das Projekt geht also wirklich schnell.

Ich habe bisher noch keine unterschiedlichen Wollstärken zusammen verstrickt, könnte mir aber vorstellen, dass auch das toll aussehen könnte, wenn die Wollstärken nicht allzu sehr variieren.

Bio-Wolle


Und zu guter letzt habe ich noch eine Frage an euch: Wo bestellt/kauft ihr eure Bio-Wolle?
Bisher habe ich nur die Standard-Nicht-Bio-Wolle verstrickt, aber eigentlich sagt mit mein Gewissen sollte ich mich doch besser auf Bio-Wolle umstellen. Die Idee ist also da, aber woher bekomme ich welche und nicht allzu teure? Welche Wolle fühlt sich schön an? Welche lässt sich gut verstricken? Im Internet findet man ja ganz schön viel, aber ist das auch wirklich das, was ich suche?! Ich bin also wirklich gespannt. Berichtet mir gerne von euren Erfahrungen!

Ich schicke meine Mütze jetzt noch zu Creadienstag, zu den Dienstagsdingen und zu HOT. Nach einer netten Aufforderung von Ruth schicke ich diese Anleitung auch noch zu HäkelLine (Obwohl ich ja gar nicht gehäkelt habe).

Viele liebe Grüße
Pauline :)



Kommentare:

  1. Liebe Pauline,
    tolle Idee, so die Wollreste zu verbrauchen.
    Die Mützen sehen toll aus.
    Ich würde mich freuen, wenn Du es auch auf meine Blogparty – Gehäkeltes & Gestricktes (rechter Button auf meinem Blog) verlinken würdest.
    LG – Ruth

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    1. Hallo Ruth,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe mich gerne verlinkt.
      LG Pauline :)

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  2. Hallo Pauline!

    Ich habe auch so viele Wollreste, das ist eine gute Idee.

    Danke für deinen langen Kommentar auf meinem Blog.
    Mir ist auch jetzt erst klar geworden, dass ich fast nur Stabilo-Stifte besitze. Jetzt sowieso. Aber sie sind auch einfach gut.
    Die Pointballs kenne ich noch nicht, die werde ich mir auch mal anschauen.
    LG Steffi

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    1. Huch, mir ist gar nicht aufgefallen, dass der so lang war. Du hast mich ein bisschen ins Schwärmen gebracht. Stabilo ist aber auch echt toll.
      LG Pauline :)

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  3. Tolle Mützen und sehr schöne Farben, will schon länger meine Reste verbrauchen. Danke Für die Anleitung.
    LG schurrmurr

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