Dienstag, 3. März 2015

Beton 2.0

Hallihallo alle miteinander,

dass meine Idee mit Beton zu werkeln bereits in eine gewisse Hassliebe umgeschlagen ist, habe ich euch ja bereits in meinem Artikel "Ein Herz aus Beton" berichtet.

Ich habe einen neuen Versuch gewagt. Auch der ist nicht perfekt geworden, aber irgendwie mag ich meine "Skulpturen" trotzdem. Sie sind so herrlich unperfekt geworden, dass ich sie liebgewonnen habe.




Ich habe mir als Form für meine Kerzenständer platonische Körper ausgesucht: Einen Oktaeder und ein Ikosaeder. Als ich geometrische Figuren bei Google eingegeben habe, bin ich auf die Idee gekommen. Diese Figuren haben mich an meine Schulzeit erinnert. War das schön, als wir selber Würfel gebaut haben... Genug geträumt, zurück zum Beton.

Eine Form für den Beton basteln


Als erstes benötigen wir aus fester Pappe die Form, die wir später mit Beton füllen wollen. Sowohl für den Oktaeder wir auch für den Ikosaeder brauchen wir dazu einen Haufen gleichschenkliger Dreiecke. Dazu habe ich mir aus Pappe eine Schablone gebastelt. Alle drei Seiten des Dreiecks müssen die gleiche Länge haben. Jetzt wird erstmal eine ganz Reihe an Dreiecken aufgemalt und ausgeschnitten. Für den Oktaeder benötigt ihr 7 Dreiecke, für den Ikosaeder sogar 19.



Sind die Dreiecke ausgeschnitten, müssen sie noch mit Kreppband zu einem Körpernetz zusammengeklebt werden. Lasst zwischen den einzelnen Dreiecken kleine Zwischenräume.


Anschließend müsst ihr das Körpernetz nur noch zusammenkleben. Das sieht kompliziert aus, man kann aber eigentlich nichts falsch machen. Einfach die Dreiecke zu einer Figur verbinden, natürlich auch mit Kreppband.


Passt dabei auf, dass das Kreppband außen liegt, sonst habt ihr nachher unschöne Abdrücke im Beton.

Beton gießen


Nun rührt ihr den Beton nach Angabe an. Ich habe Blitzzement verwendet, dann muss man nur noch Wasser hinzufügen. Beim Blitzzement sollte man beim Verarbeiten schnell sein, sonst ist alles bereits hart.

Macht die Form nicht ganz voll. Ihr benötigt etwa einen Zentimeter, je nach Größe eurer Form, für die Kerze. Drückt nun die Kerze vorsichtig in den flüssigen Beton. Während des Antrocknen des Betons müsst ihr die Kerze immer wieder drehen, damit sie nicht in den Beton eintrocknet. Beim Blitzzement war der Beton schon nach wenigen Minuten so fest, dass ich die Kerze vorsichtig herausziehen konnte und die Form dann ohne Kerze weiter trocknen konnte.


Ich bin mir nie sicher, wie lange so Formen dann trocknen müssen. Ich habe dank Unistress zwei Wochen gewartet. Das mag übertrieben sein, aber ich hatte eh keine Zeit und jetzt ist alles wirklich trocken.

Pinseln


Wie sehen eure Betonfiguren nun aus? Wer möchte kann sie nun noch bemalen. Ich habe dazu einfach Acrylfarbe benutzt. Keine besondere, einfach welche, die man auch auf die Leinwand klatschen kann. Mit viel weiß und wenig Farbe habe ich kleine bunte Akzente gesetzt. Seht selbst:



Und fertig sind die Beton-Kerzenständer.





Auf dem letzten Bild seht ihr einen ganz besonders misslungenen Kerzenständer, aber irgendwie hat er doch Charakter. Ich mag ihn. Er ist ja mal sowas von unperfekt, aber den hat auch wirklich kein anderer. Eben selbstgemacht!

Falls ihr noch Tipps habt, was ich noch verbessern könnte, immer her damit. Vielleicht versuche ich mich ja doch noch mal an Beton. Und jetzt noch schnell zum Creadienstag damit.

Viele liebe Grüße und viel Spass beim Basteln
Pauline :)




Kommentare:

  1. ich liebe beton! aber hab mich da noch nie drangewagt.
    diese woche gibt es hier viele lieb dinge aus beton [zu gewinnen].
    liebst andrea

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  2. Hallo, die sehen doch für den ersten Versuch super aus. Ich habe mir für ganz ähnliche eine Faltanleitung aus dem Internet gesucht und mit richtigem Fotopapier (also wo eigentlich Fotos drauf ausgedruckt werden) gefaltet. Dadurch werden schon mal die Seiten ganz glatt. Die Schnittkanten habe ich mit Klebeband abgedichtet. Hat prima funktioniert. Außerdem, immer schön die Form klopfen, damit die Luftblasen entweichen. Dadurch wird es auch oben drauf glatter. Den Beton außerdem nicht zu fest anrühren. Hat bei mir (meist ;) super funktioniert. Viel Spaß noch beim weiteren betonieren, wünscht Janne

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    1. Hallo Janne,

      das Fotopapier ist ja echt eine super Idee. Falls es ein nächstes Mal gibt, werde ich das ausprobieren. Geklopft habe ich wirklich nicht, mist! Auch beim nächsten Mal.

      Vielen Dank und einen schönen Gruß
      Pauline :)

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  3. Das mit dem Klopfen kann ich nur bestätigen, ganz wichtig :-) Ansonsten habe ich Kreativ-Beton von Rayher für mich entdeckt, der kommt aus dem Bastelladen und nicht aus dem Baumarkt und lässt sich super verarbeiten. Trockenzeit ist je nach Beton und Objektgröße 4-24 Stunden, bei wirklich massiven Objekten, auch noch länger. Am besten finde ich eignen sich glatte Objekte aus Plastik zum ausgießen, ansonsten kannst du Beton auch immer hinterher mit Schmirgelpapier glätten, das ist aber etwas aufwändig.
    Grüßle Ani

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  4. nicht perfekt, dafür selber gemacht - ich finde das eine gute Ausgangsbasis
    und das mit dem Klopfen merke ich mir, falls ich doch irgendwann endlich mal etwas aus Beton versuche

    lieben Gruß
    Uta

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