Montag, 28. April 2014

Eine Multikulti-Tasche

Der 1. Mai rückt näher. In diesem Jahr haben sich leider die NPD und ProNRW in Duisburg angekündigt. Es ist Wahlkampf, und tada, da sind sie wieder! Dieses Jahr gehts wahrscheinlich hauptsächlich um die Armutsmigranten aus Südosteuropa. Duisburg steht zwar unter Druck die ankommenden Menschen aus Rumänien und Bulgarien zu integrieren, ausländerfeindliche Hetze bringt uns hier aber keinen Schritt voran. Daher werde ich wieder mal auf die Gegendemo gehen.

Tja, nur leider habe ich immer noch kein buntes Storch Heinar-Shirt. Für alle, die Storch Heinar noch nicht kennen: http://www.storch-heinar.de/
Eine wirklich sehr fantasievolle und belustigende Form des Protestes gegen rechtsextremes Gedankengut.

Ich habe jedenfalls immer noch kein T-Shirt von denen, obwohl ich mir das schon seit zwei Jahren umbedingt anschaffen will. Aber irgendwie muss man doch erkennen, auf welcher Seite ich stehe. Daher bin ich auf die folgende Idee gekommen.


Ich habe mir also Stoffmalfarbe und einen Jutebeutel geschnappt und losgemalt. Ich wollte mir sowieso schon seit langem eine eigene Tasche basteln. Nur dieses übliche "Georg, Gina & deine Mudda" finde ich langweilig. Da ist die doch ein bisschen fantasievoller und Statements, gerade wenn sie politisch sind, finde ich eh super.



You Need:
  • einen unbemalten Jute-Beutel
  • Stoffmalfarben in mehreren bunten Farben. Tipp: Mit Gelb, Rot und Blau kann man sich eigentlich alle Farben mischen :)
  • Krebband
  • ein Stück Pappe, damit die Farbe nicht durchdrückt
  • ein A4-Blatt dickes, weißes Blatt Papier
  • Bleistift, Radiergummi, Cuttermesser und Pinsel
Los gehts:

Als erstes habe ich mir eine Schablone für den Schriftzug gebastelt. Dazu auf dem dickeren Papier den Schriftzug aufmalen. Ich habs freihand gemacht. Aber wenn man sich die gewünschte Schrift in großer Größe ausdruckt, funktionierts auch. Als nächstes die Schriftzeichen ausschneiden mit dem Cuttermesser und mit dem Bleichschrift die Schrift auf den Jutebeutel übertragen.

Damit der Rand auf dem Jutebeutel keine Farbe abbekommt, habe ich vorher noch aus Krebband einen Rahmen auf den leeren Beutel geklebt.


Als nächstes habe ich mit schwarzer Stoffmalfarbe die Schrift ausgemalt. Achtung: Denkt daran ein Stück Pappe in den Beutel zu stecken, bevor ihr losmalt. Sonst drückt sich die Farbe auf die Rückseite des Beutels durch. Natürlich habe ich vorher die Schablone abgenommen. Das sieht dann etwa so aus:


Während die schwarze Farbe trocknet, habe ich das bunte Muster auf die andere Seite des Jutebeutel vorgemalt. Direkt mit Farbe habe ich mir das nicht zugetraut.

Ich hoffe, man kann die Bleistift-Striche erkennen.















Nun wird alles ausgemalt:


Wenn die Farbe gut getrocknet ist, noch das Krebband entfernen und eventuelle Bleistift-Striche weg radieren. Und fertig ist eure schicke Protesttasche.

Ich habe allerdings noch eine Frage an euch bezüglich des Fixierens. Auf der Beschreibung meiner Farben steht entweder drei Tage trocknen lassen oder von der Rückseite aus Bügeln. Habt ihr damit Erfahrung? Meine Tasche trocknet jetzt seit fast einer Woche. Reicht das? Für Donnerstag ist nicht das beste Wetter angesagt. Nicht das mir die Tasche dahinfließt. Das wäre doch schade.



Denn Europa lebt von seiner Vielfältigkeit und nicht von Eurokritik. Viel Spass beim Malen und dann sehen wir uns vielleicht auf der Demo.

Schöne Grüße
Pauline :)


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